Tendo Love and Care Ministries
 
 
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AIDS in Afrika

Seit 1981 sind weltweit über 60 Millionen Menschen mit dem HIV-Virus infiziert worden. 20 Milionen Menschen sind seitdem an AIDS gestorben. Südlich der Sahara sind bereits 26 Millionen Menschen mit dem HIV-Virus infiziert. Dort hat die AIDS-Pandemie die größten Ausmaße angenommen. AIDS ist die Haupttodesursache bei Erwachsenen zwischen 15 und 59 Jahren. 3 Millionen Menschen sind 2003 an AIDS gestorben. Über 3 Millionen haben sich 2004 südlich der Sahara neu infiziert. Jeden Tag sterben 6000 Afrikaner an den Folgen von AIDS. Weltweit gab es 2004 bereits 14 Millionen Kinder, denen die tödliche Immunschwäche Vater oder Mutter geraubt hat - davon leben heute 1 bis 2 Millionen allein in Uganda.

Die starke Ausbreitung des Virus in Afrika ist durch mehrere Faktoren zu erklären. Armut, Unterernährung, geschwächte Immunsysteme, mangelnde Gesundheitsversorgung, ein aus der Armut resultierender Informationsmangel; all diese Faktoren begünstigen eine Infektion. AIDS ist und war ein Tabuthema in Afrika, sodass das Virus 20 Jahre Zeit hatte, sich ungehindert zu verbreiten.

Menschen in Afrika haben kein großes Interesse an einer gesicherten Diagnose, da diese einem Todesurteil gleich kommt. Es gibt keine Behandlung, wie in Europa oder Nordamerika - diese ist nur einer reichen Oberschicht vorbehalten. Eine Bekanntmachung der Diagnose führt unweigerlich zu Diskriminierung und Ächtung durch die Gesellschaft. Nicht nur die eigene Person, auch die gesamte Familie ist betroffen.